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Kunst im Öffentlichen Raum

Geschichte der Wand

Die Klagemauer: Ist die Heiligst Stätte des Judentums. Die mächtigen Steinblöcke bestehen aus dem Jerusalemer Melken-Kalkstein. Millionen Besucher aller Glaubensrichtungen kommen dort hin um mit Gott Zwiesprache zu halten und ihre Zettel mit Wünschen und Gebeten den Steinen anzuvertrauen. Zwei Mal im Jahr werden die Zettel aus dem Mauerwerk entfernt und anschließend auf dem Ölberg vergraben. Eine persönliche Begebenheit: 1998/1999 Weihnachten – Silvester war ich in Bethlehem und in Jerusalem und wollte unbedingt zur Klagemauer. Als ich den Wunschzettel in die Spalte des Felsens steckte war er auf einmal weg und er war auch nicht auf dem Boden zu finden. in meiner Verzweiflung erzählte ich es meiner Freundin und eine fremde Frau hörte das und sagte.:

„Don’t be worry your wishes go straight ahead in the heaven!“

Haben wir nicht alle Wünsche und streben danach in Erfüllung zu gehen?

Die Spirale: Sie steht für den immer wiederkehrenden Wechsel in uns.
Links drehend: Öffnung und Ausbreitung nach Innen.
Rechts drehend: Öffnung und Ausbreitung nach außen.
Spiralen sind Symbole für Zyklen, Entfaltung, Erneuerung oder Evolution im mystisch-kosmischen Sinn.

Friedensreich Hundertwasser hat einmal gesagt: „Für mich ist die Spirale Symbol des Lebens. Ich glaube, die Spirale ist dort, wo die Materie aufhört zu sein und beginnt, etwas Lebendiges zu werden.“ Das überschütten der Spiralen bedeutet das in Frage stellen…

Königscobra und gebrochener Spiegel: In vielen Religionen spielt die Schlange eine große Rolle und in einigen Kulturen wird sie auch verehrt. Sie wurde auch als Hüterin eines Schatzes gesehen. Gleichzeitig sprengt sie den Spiegel der Eitelkeit und wenn sie sich bedroht fühlt richtet sie sich bis auf 1,50 Meter auf, schießt vor und beißt zu. Das Gift wirkt in 2-10 Stunden und führt zum Tode. In Gefangenschaft gehalten können Sie aber sehr zahm werden. Sie verkörpert natürlich auch die Sexualität die zum Menschen gehört wie das Leben. Wer hat noch nicht von Medusa gehört der mythischen Gestalt. Die statt Haaren hunderte Schlangen auf dem Kopf trug und sogar als Perseus  ihr mit Hilfe eines reflektierenden Spiegels entgegen trat und der Kopf abgeschlagen war hatte sie noch immer genug Macht um andere zu verwandeln.

Arche Noah: Schiff der Mahnung und der Hoffnung wir sind alle unvollkommen. Aber zwischen Saat und Ernte, in Frost und Hitze, Sommer und Winter, bei Tag und bei Nacht können wir Archen bauen und Fluten überstehen. Weil Gott geduldig weiter auf uns baut, unvollkommen, wie wir sind. Weil er der Geist ist der uns beflügelt, selbst zu wachsen und Gutes zu erschaffen.

Regenbogen: Alle  Varianten des Regenbogens zählen zu den so genannten Photometeoren. Eine Reflektion und Brechung der Sonnenstrahlen in den Regentropfen. Sichtbare Verbindung zwischen der Achse-Geschichte und der Welt. Zwischen Einst und Jetzt. Verkörpert die Schönheit der Farben.

Heilige Schrift: Jede Religion hat ihre heilige Schriften daher hier keine Schrift (da wie ich es finde neu geschrieben werden müsste).

Im Judentum: Thora, Talmud

Im Christentum: Neues Testament der Bibel, enthält vie Evangelien. Auch das heilige Buch des Judentums gehört zu den Heiligen Schrift des Christentums. In der Bibel der Christen heißt es „Altes Testament“.

Islam: Koran Allah ist derselbe Gott den auch die Juden und Christen verehren.

Buddhismus: Viele heilige Bücher, doch das älteste heißt: Tripitaka, der „Dreikorb“. Im Buddhismus gibt es keinen Gott

Hinduismus: Älteste heilige Schrift:Veden. „Wissen“. Die bekannteste heilige Schrift: Bhagavadgita. „Gesang des Erhabenen“.

Wäre es nicht schön wenn die Menschen trotz unterschiedlicher Religionen sich respektieren und miteinander in Frieden und Eintracht leben könnten?

Der Olivenzweig: Im 6. Jahrhundert v. Chr. kam der Olivenbaum nach Italien. In Griechenland war ein Kranz aus Ölzweigen die höchste Auszeichnung die ein Bürger erhalten konnte sowie der höchste Siegespreis bei den Olympischen Spielen. Der Ölzweig war ein Symbol des Friedens und ist es bis heute geblieben. 

In der Flagge der Uno befindet sich auch ein Ölzweig als Zeichen des Friedens.

Im Alten Christentum ist die Taube mit dem Ölzweig ein Symbol des Friedens.

Der Bibel zufolge schickte Noah nach der Sintflut eine Taube los. Sie wehrte mit einem Ölzweig im Schnabel zurück und die Erde grünte wieder und alles Leben erwachte.

Sogar im Grab von Tut-Euch-Amum würden Olivenblätter gefunden.

„Die Ölbäume sind sehr charakteristisch, und ich gebe mir große Mühe, das einzufangen. Es ist Silber, das mal ins Blaue, mal ins Grüne spielt, Bronzefarben und beinah weiß auf gelbem, rosa, violettem oder orange Boden, der bis zum stumpfroten Ocker geht… Eines Tages mache ich vielleicht etwas ganz Persönliches daraus, wie ich es mit den Sonnenblumen für die gelben Töne gemacht habe“.  (Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo, Brief 608)

Der Weg: Der Weg ist das Ziel. Er begleitet uns unser ganzes Leben.  Alle Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen, Träume, Glauben, Liebe.

„Die Blindheit und Unwissenheit der Menschen muss man aufzeigen, damit sie sich erkennen und ein Umdenken stattfinden kann – nicht die Sünde, sondern die Liebe in ihr Herz zu lassen“.
(Michelle Ditrich)

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